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hilzinger GmbH
Mittelstandsoskar

>> Helmut Hilzinger

Geschäftsführer der
hilzinger Gruppe

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Praktische Lebenshilfe -



Hilzinger Fenster + Türen schafft 14 zusätzliche Arbeitsplätze für behinderte Menschen.

Die Hilzinger Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in 77731 Willstätt produziert und verkauft mit 630 Mitarbeitern Fenster, Haustüren, Rollläden und Innentüren. Die Ausbildungsquote ist überdurchschnittlich hoch. Am Hauptsitz in Willstätt beträgt sie 27 %. Innentüren produziert hilzinger in Boxberg. Das liegt in der Oberlausitz. Hilzinger das Türenwerk vor anderthalb Jahren übernommen.  Es zählt zu den modernsten in Europa. Anfang des Jahres wurden 14 zusätzliche und erstmalig auch Arbeitsplätze für behinderte Menschen geschaffen. Sie wohnen in den betreuten Niederschlesischen Werkstätten Weißwasser und kommen täglich in das 20 km entfernte Türenwerk nach Boxberg um Ihrem neuen Job nachzugehen.

 

Letzte Woche wurde das Projekt der Öffentlichkeit vorgestellt. Unter anderem wurden in einem Betriebsrundgang die Mitarbeiter und deren Arbeitsplätze vorgestellt.  Es sind überwiegend einfach Arbeiten. Aber auch diese müssen erledigt werden. Als die Besucher bei der Zargenfertigung ankommen, wo Olaf Brätsch arbeitet wird er gefragt, wie ihm sein neuer Job hier gefällt. Er unterbricht kurz seine Arbeit und gibt zur Antwort: „Die Arbeit hier macht mir einen riesen Spaß. Wir gehören zum Team.“ Gemeinsam mit seinem ebenfalls behinderten 26-jährigen Freund Tino Eisold arbeitet er in der Zargenvorfertigung. Gemeinsam stapeln sie Türzargenbekleidungen, die zuvor ein anderer Kollege in die Zargenbeschichtungsanlage einführt. Andere behinderte Kollegen arbeiten in der Türblattfertigung im Versand oder der Konfektionierung. Betreut werden sie jeweils von einem erfahrenen Hilzinger Mitarbeiter. „Die ganze Mannschaft steht hinter dem Projekt und dass manche Arbeitsschritte von zwei Mitarbeitern, anstelle eines einzelnen, ausgeführt werden, ist überhaupt nicht schlimm“, erklärt Helmut Hilzinger, Geschäftsführer der Hilzinger Unternehmensgruppe. Für ihn habe es überhaupt keine lange Zeit des Überlegens gegeben, als er vom Geschäftsführer der Niederschlesischen Werkstätten Weißwasser auf das Projekt hin angesprochen wurde. „Alles andere wäre auch egoistisch gewesen. Wir sind froh, dass wir helfen können“, erklärt Helmut Hilzinger.

Die behinderten Mitarbeiter seien regelrecht heiß auf die Arbeit an den  Maschinen und gingen außerordentlich engagiert zu Werke. Geradezu akribisch seien sie bei der Sache. Wenn sie stapeln, dann sieht es sehr ordentlich aus. „Als sie angefangen haben, gab es eine intensive Einweisung und dann ging es auch schon los“, erklärt  Sozialdienstleister Sascha Melcher. Das war Anfang des Jahres. Über die Zeit wurden die Mitarbeiter der Werkstätten an den Produktionsablauf im Boxberger Türenwerk herangeführt. Und das Training geht weiter. Die neuen Mitarbeiter sind ein Teil des Systems geworden und werden im Team voll akzeptiert. „Für uns ist die Zusammenarbeit mit dem Türenwerk in Boxberg ein Hauptgewinn“, freut sich der Geschäftsführer der Niederschlesischen Werkstätten Manfred Tschäpel. Es sei sehr wichtig „behinderte Menschen in den Arbeitsprozess zu integrieren. Intern gibt es bei uns in den Werkstätten bereits eine Warteliste. Jeder will bei Hilzinger arbeiten und Türen produzieren. Das gute Betriebsklima dort hat sich rumgesprochen.“

Landrat Bernd Lange wünschte dem Projekt weiterhin viel Erfolg. Er freut sich besonders über die Entwicklung des Betriebes und erinnert sich an die Pressekonferenz vor gut anderthalb Jahren, als die Hilzinger Unternehmensgruppe das damals angeschlagene Türenwerk übernahm. Es war ein mutiger Schritt betont er. Hilzinger übernahm damals bis auf den geschäftsführenden Vertriebsleiter alle Mitarbeiter des in Insolvenz geratenen Türenwerkes. Seither geht es Monat für Monat stetig berg auf. „Von rauhen Winden könne derzeit keine Rede mehr sein, so Helmut Hilzinger. Wir haben seither zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen und auch bereits in neue Technik und Maschinen investiert. „Die Türen und die Anlagentechnik in Boxberg sind nach wie vor einfach einzigartig“ schwärmt er. „Das sehen auch unsere Kunden so. Dass der Betrieb damals in Insolvenz geraten war, lag nicht am Produkt oder den Mitarbeitern, die die Türen produzierten. Es lag einfach am Vertrieb.“