Balkontüren und Terrassentüren | hilzinger GmbH

  

Balkontüren und Terrassentüren

Eine Balkontüre führt zu einem Balkon und eine Terrassentüre führt zu einer Terrasse. Die Konstruktion der Tür und die Modellauswahl ist jeweils die gleiche. Hier gibt es keine großen Unterschiede. Spricht man von einer Balkon- oder Terrassentüre, meint man in der Regel einflügelige oder zweiflügelige Türelemente, die nach innen oder nach außen öffnen. Meistens in der Ausführung mit Dreh-Kipp-Funktion. Schiebetüren oder Falttüren können zwar auch auf den Balkon oder die Terrasse führen, laufen aber unter dem Oberbegriff Schiebetüre bzw. Falttüre.

Balkon- und Terrassentüren sind besonders sensibel und unterliegen einer besonderen Beanspruchung. Je nach baulicher Gegebenheit, Anforderungsprofil, Größe, Gewicht und Einbaulage müssen bestimmte Vorgaben eingehalten werden, da sonst das Element nicht dauerhaft funktionieren wird. Die möglichen Ausführungsvarianten sind vielfältig.

Die nachfolgende Checkliste soll Ihnen beim Kauf Ihrer Türen eine Hilfestellung geben.

 

11-Punkte Checkliste beim Kauf von Balkon- und Terrassentüren
 

1. Schwelle
Der Übergang im Schwellenbereich muss so ausgeführt sein, dass ein möglichst bequemes Passieren möglich ist und gleichzeitig Wind- und Nässe über die untere Schwelle nicht ins Rauminnere dringen. Für Balkon- und Terrassentüren gibt es „barrierefreie Schwellen“, „flache Schwellen“ 20mm hoch oder „Standardübergänge in der Höhe des Türrahmens“. Ein Vordach oder eine Überdachung schützt vor Schlagregen und Wind. Das ist vor allem sinnvoll bei flachen 20mm Schwellen, da diese in der Praxis anfälliger sind bei drückendem Wasser (Schlagregen und Wind).

2. Einbruchschutz
Balkon- und Terrassentüren sind bei Einbrechern sehr beliebt. Ein erhöhter Einbruchschutz sollte ggf. besonders berücksichtigt werden. Die Nachrüstung ist meistens sehr teuer.

3. Verglasung
Balkon- und Terrassentüren haben einen großen Glasanteil. Dieser sorgt für helle Räume. Man sollte jedoch beachten, dass die Verglasung im Sommer die Räume auch "aufheizt" und im Winter über die Verglasung Wärme verloren geht. Achten Sie deshalb auf die Auswahl der richtigen Verglasung und des richtigen Beschattungssystems. Wichtige Kennzahlen im Zusammenhang mit der Verglasung sind die Lichttransmission (LT), der Wärmedurchgangskoeffizient (Ug-Wert) und der solare Eintrag (g-Wert).

4. Schutz vor Verletzungen
Balkon- und Terrassentüren bergen bei Sturz eine gewisse Verletzungsgefahr. Man kann in die Verglasung stürzen und sich dabei verletzen. Die Ausführung der äußeren und inneren Glasscheiben mit Verbundsicherheitsglas (VSG) oder Einscheiben-Sicherheitsglas reduziert die Verletzungsgefahr erheblich. Allerdings wird die Verglasung dadurch auch teurer und beim Einsatz von VSG auch schwerer.

5. Zweiflügelige Türen
Balkon- und Terrassentüren gibt es einflügelig und zweiflügelig mit Stulp oder mit einem feststehenden Pfosten. Bei der zweiflügeligen Variante mit Stulp können Sie beide Türflügel drehen und haben einen großen Durchgang ohne feststehenden Pfosten. Allerdings sind Stulpelemente aus statischen Gründen nur bis zu bestimmten Größen möglich.

6. Montage
Aufgrund des hohen Gewichtes und der speziellen Anforderungen an Balkon- und Terrassentüren bedarf es einer fachmännischen Befestigung und Abdichtung. Dazu gibt es Vorgaben, die einzuhalten sind. Konstruktionen und Lösungen, die nicht den Anforderungen hinsichtlich Luftdichtheit, Bauphysik, Statik, Windlasten und Arbeitslasten entsprechen, führen zwangsläufig zu Reklamationen. Fragen Sie Ihren Fachberater, ob die von Ihnen gewünschte Türe umsetzbar ist, oder ob es Punkte gibt, die überdacht werden sollten.

7. Kombinationen
Häufig wird seitlich an eine Balkon- oder Terrassentür ein weiteres Element, z.B. eine separate Festverglasung oder ein Brüstungsfenster angeschlossen. Bei Kunststoff-Fenstern benötigt man dazu
spezielle Kopplungsprofile, die einzusetzen sind.

8. Abschließbare Türen
Terrassentüren gibt es auch abschließbar mit Profilzylinder-Getriebe. So kann man die Türe von innen und außen abschließen und wie eine zweite Eingangstüre nutzen. Der Zuziehgriff, der normalerweise außen am Türflügel befestigt ist, wird in diesem Fall durch einen Türdrücker ersetzt.In Verbindung mit Rollläden, die außen in Führungsschienen fensternah laufen, sollte ein flacher Türgriff eingesetzt werden. Ist die Terrassentüre jedoch nicht abgeschlossen, können von außen problemlos auch fremde und unerwünschte Personen in die Wohnung kommen. Deshalb: Abschließen nicht vergessen.

9. Insektenschutz
Wer sich im Sommer vor Stechmücken schützen möchte, kann die Türe mit einem Insektenschutz-Drehrahmen ausstatten. In Verbindung mit Rollläden sollten Sie darauf achten, dass die Rollladenführungsschienen links und rechts das Nachrüsten der Türe mit einem Insektenschutz unterstützen. Oft, vor allem bei Vorbaurollläden, müssen die Rollladenführungsschienen unterfüttert werden, damit die Drehbänder des Insektenschutz-Drehrahmens später nicht mit dem Rollladenpanzer kollidieren.

10. Befestigung nach oben
Befindet sich über der Türe ein Rollladenkasten, muss die Befestigung und die Lastabtragung besonders geplant und sichergestellt werden, weil das Element nach oben häufig nicht oder nur erschwert befestigt werden kann.

11. Breiter Türrahmen
Prüfen Sie, ob die Standard-Ansichtsbreite des Türrahmens ausreicht, damit Sie später den Türflügel noch gut öffnen können. Bandseitig befinden sich aufgesetzte Drehbänder und es kann hier „sehr eng zu gehen“, wenn z.B. die Leibung noch angeputzt, verkleidet, gefließt oder gedämmt werden soll, oder wenn Sie im Bereich der Leibung im Fußbodenbereich Sockelleisten anbringen möchten.
Die Lösung: Seitlich einen breiten Fensterrahmen oder eine Rahmenverbreiterung einsetzen.

   


Tipp
Der erfahrene und geschulte Fachmann kann beurteilen, was dauerhaft funktioniert und mit Ihnen die perfekte Lösung ausarbeiten.


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Vereinbaren Sie einen ersten kostenlosen telefonischen Beratungstermin mit einem unserer Fensterexperten unter Tel: 0049(0)7852/919-224.

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